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10. Tag Besichtigung Tbilisi

Der heutige Tag in der Hauptstadt Georgiens, in Tbilisi, startete für uns alle sehr gemütlich: Es war unser erster (und in einheitlicher Meinung: wohlverdienter) freier Vormittag auf der Exkursion. Einige von uns machten sich gegen 9 Uhr auf den Weg in ein naheliegendes Café, um sich mit einem herrlichen Frühstück für die im Anschluss geplante individuelle Erkundungs- und Shoppingtour durch Tbilisi zu stärken, während die restlichen von uns einen Großteil des Vormittags im Bett verbrachten. Um 12 Uhr trafen wir uns alle wieder im Hotel Kalanga, um gemeinsam eine Wanderung zur Stue der „Mother of Georgians“, den Botanischen Garten und durch die Altstadt zu unternehmen. Im Anschluss führten wir unsere Mikroprojekte zu den öffentlichen Räumen durch.

  

Besonders interessant war der Besuch bei der österreichischen Botschaft, wo uns Herr Dr. Gerhard Schaumberger (Head of Office/Counselor der Austrian Development Agency) erwartete. Nach einer kurzen Darstellung der aktuellen kritischen politischen Situation in Georgien und Armenien erhielten wir wertvolle Tipps für die Weiterreise. Die ADA hat Büros in Georgien und Armenien, wo sie gemeinsam mit NGO’s, UNO, GIZ und weiteren Organisationen vor allem Projekte in der Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- (erneuerbare Energien, …) und Regionalentwicklung betreuen. Im Gespräch verdeutlichte er, dass sehr viel Fingerspitzengefühl und Diplomatie für diese Arbeit notwendig sind. Das aktuellste Projekt beschäftigt sich mit dem „Braunen Marmorierten Stinkkäfer“, der aus Asien eingeschleppt wurde, hier keine natürlichen Feinde hat und große Schäden in der Landwirtschaft (v.a in den für den Export wichtigen Haselnussplantagen) anrichtet. Lösungsmöglichkeiten für diese Problematik werden gemeinsam mit der BOKU Wien und Schweizer Experten erarbeitet. Zum Schluss erfuhren wir noch einiges zu seinem interessanten, beruflichen Werdegang. Mit dem Angebot, künftige Bachelor- und Masterarbeiten in Georgien und Armenien von Seiten der ADA zu unterstützen, verabschiedeten wir uns nach ca. 1 Stunde.

 

In einem ruhigen Hinterhof reflektierten wir kurz das soeben Gehörte und wurden in unseren wohlverdienten Feierabend entlassen. Am Montag um 00:45  gab es noch einen Zwischenfall: einer unserer Studenten konnte sich nicht mehr aus dem Badezimmer befreien und der Rezeptionist musste mit einem Schlüssel kommen und die unschuldige, von miesem Karma belastete Seele zu erlösen. Zwei Minuten später waren dann zwei andere Studenten in der Klemme, diesmal konnte die restliche Truppe zu Hilfe kommen.